Unangenehmer Atem ist häufig – und in den meisten Fällen gut behandelbar. In der SmilePraxis sprechen wir offen über das Thema, klären die Ursache sorgfältig ab und begleiten Sie mit einem klaren Behandlungsplan.
Bei Fragen dürfen Sie sich gerne an Ihren SmilePraxis Zahnarzt Chur oder Zahnarzt Malans wenden. Wir unterstützen Sie in der Ursachenfindung und Behebung des Problems.
In rund neun von zehn Fällen liegt die Ursache in der Mundhöhle. Bakterielle Beläge auf Zunge und Zähnen bilden flüchtige Schwefelverbindungen, die den Geruch auslösen. Entzündetes Zahnfleisch (Gingivitis) und Parodontitis verstärken das Problem, weil sich in den Zahnfleischtaschen besonders viele Keime ansiedeln.
Weitere Auslöser:
- Trockener Mund (Xerostomie): Speichel spült und neutralisiert – fehlt er, bleiben mehr Rückstände.
- Zahnersatz/Prothesen: Ungünstiger Sitz oder unzureichende Reinigung begünstigen geruchsaktive Beläge.
- Selten extraorale Ursachen: z. B. Nasennebenhöhlen, Mandeln oder Magen-Darm-Trakt. Diese Möglichkeiten beziehen wir bei der Abklärung mit ein.
Kommen Sie zur Zahnkontrolle – warten Sie nicht auf Symptome.
Unser Vorgehen – Schritt für Schritt
- Gespräch & Anamnese – Was stört Sie, seit wann, in welchen Situationen? Wir besprechen Gewohnheiten, Medikamente und Vorerkrankungen.
- Klinische Untersuchung – Zähne, Zahnfleisch, Zunge, Zahnersatz/Prothesen – wir beurteilen Beläge, Entzündungszeichen und Passung.
- Objektive Messung (bei Bedarf) – Systematische Geruchsbewertung; Messung flüchtiger Schwefelverbindungen, wenn es sinnvoll ist.
- Klarer Behandlungsplan – Verständlich, umsetzbar und priorisiert – inklusive Anleitung für zuhause.
- Kontrolle & Verlauf – Wir prüfen die Wirkung der Massnahmen und passen bei Bedarf an.
Behandlung in der Praxis
In der SmilePraxis beginnt die Behandlung von Mundgeruch meist direkt in der Praxis mit einer professionellen Reinigung inklusive gezielter Zungenhygiene. Eine gründliche Prophylaxe mit Zungenreinigung und konkreter Anleitung für zu Hause verbessert den Atem oft schon spürbar.
Je nach Befund behandeln wir außerdem Entzündungen – von einer Gingivitis bis hin zur strukturierten Parodontaltherapie. Auch die Sanierung von Zähnen und Restaurationen kann entscheidend sein: Kariesbehandlungen sowie der Austausch defekter Füllungen oder Kronen reduzieren Geruchsquellen, denn glatte, gut polierte Oberflächen bieten weniger Angriffsfläche für Beläge.
Bei Zahnersatz oder Prothesen prüfen wir den Sitz, reinigen und polieren professionell und empfehlen bei Bedarf Anpassungen oder eine Erneuerung. Wenn eine trockene Mundschleimhaut beteiligt ist, besprechen wir Trinkverhalten, Speichelstimulation und geeignete Hilfsmittel – bevorzugt alkoholarme oder alkoholfreie Produkte. Falls Hinweise auf Ursachen außerhalb der Mundhöhle bestehen, arbeiten wir interdisziplinär mit HNO oder Hausarzt zusammen.
Was Sie selbst tun können
- Zähne & Zwischenräume – Zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen. Tägliche Zwischenraumreinigung reduziert Biofilm nachhaltig.
- Zunge – Die gefurchte Oberfläche ist ein Rückzugsort für Beläge. Ein sanfter Zungenreiniger – wenige Züge von hinten nach vorn – genügt.
- Trinken & Speichel – Regelmässig trinken; zuckerfreier Kaugummi kann den Speichelfluss anregen. Alkoholhaltige Mundspülungen trocknen eher aus und sind selten die Lösung.
- Ernährung & Genuss – Knoblauch, Zwiebeln, Kaffee, Alkohol und Tabak beeinflussen den Atem kurzfristig. Wer darauf achtet, bemerkt oft schnell einen Unterschied.
- Prothesenpflege – Prothesen täglich mechanisch reinigen und regelmässig in ein Prothesenbad legen. Bei Druckstellen oder Geruch bitte Kontrolle in der Praxis.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
- Mundgeruch bleibt trotz guter Pflege bestehen.
- Zahnfleisch blutet, ist empfindlich oder zieht sich zurück.
- Zähne wirken locker oder es gibt trockenen Mund.
- Prothesen sitzen nicht optimal oder riechen.
Je früher die Ursache erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung. Wir nehmen uns Zeit und gehen sensibel vor.
Häufige Fragen zu Mundgeruch
Kommt schlechter Atem meist vom Magen?
In der Regel nicht. In den meisten Fällen entsteht Mundgeruch in der Mundhöhle – häufig durch Zungenbelag, Entzündungen oder verminderten Speichelfluss.
Hilft Kaugummi?
Kurzfristig ja, weil der Speichelfluss steigt und Gerüche überdeckt werden. Für eine dauerhafte Besserung müssen die Ursachen behandelt werden.
Wie schnell sehe ich eine Veränderung?
Oft bereits nach der ersten professionellen Reinigung und einer konsequenten Heimroutine. Bei Entzündungen oder Zahnersatz-Themen kann es mehrere Sitzungen brauchen.
Welche Mundspülung ist sinnvoll?
Produkte ohne hohen Alkoholanteil sind meist geeigneter. Entscheidend ist die Ursache – wir empfehlen Ihnen ein passendes Präparat.
Riecht man den eigenen Atem zuverlässig?
Schwierig. Eigenwahrnehmung täuscht oft. Eine objektive Beurteilung in der Praxis bringt Klarheit.